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FAQ PEG-Anlage - Fachinternistische Praxis Mahmoud

FAQ zur PEG-Anlage (Magensonde)

Was ist eine PEG-Anlage?
Die perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG) ist ein künstlicher Zugang zum Magen durch die Bauchwand. Sie ermöglicht die langfristige Zufuhr von Nahrung, Flüssigkeit und Medikamenten, wenn die natürliche Aufnahme über den Mund dauerhaft nicht mehr ausreichend möglich ist.
Wie wird die Notwendigkeit (Indikation) geprüft?
In unserer Praxis wird die Indikation zur PEG-Anlage im Voraus streng geprüft. Wir legen großen Wert darauf, dass der Eingriff medizinisch sinnvoll ist und die Lebensqualität des Patienten verbessert. Hierbei berücksichtigen wir den aktuellen Gesundheitszustand, die Prognose sowie den mutmaßlichen Patientenwillen.
Was gilt für Patienten, die nicht selbst einwilligen können?
Bei Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr aufklärungs- oder einwilligungsfähig sind (z. B. bei fortgeschrittener Demenz oder Bewusstlosigkeit), muss die Aufklärung und schriftliche Einwilligung zwingend über den gesetzlichen Betreuer oder Berufsbetreuer erfolgen.
In diesen Fällen ist die Vorlage eines gültigen Betreuerausweises sowie ggf. einer betreuungsgerichtlichen Genehmigung erforderlich.
Wie läuft der Eingriff ab?
Der Eingriff erfolgt endoskopisch, ähnlich einer Magenspiegelung, in der Regel unter einer kurzen Sedierung (Schlafspritze) und lokaler Betäubung der Bauchwand. Über einen kleinen Schnitt wird die Sonde platziert. Das Verfahren ist routiniert und dauert meist nur etwa 15 bis 20 Minuten.
Welche Risiken bestehen?
Wie bei jedem Eingriff gibt es Risiken, über die wir ausführlich aufklären. Dazu gehören seltene Komplikationen wie Entzündungen der Einstichstelle, Blutungen oder Verletzungen benachbarter Organe. Durch die Ultraschall- und Endoskopiekontrolle während des Eingriffs minimieren wir diese Risiken.
Darf der Patient danach alleine nach Hause?
Aufgrund der Sedierung ist der Patient für 24 Stunden nicht verkehrstüchtig. Es muss zwingend eine Abholperson organisiert werden. Bei stationären Patienten erfolgt die Rückverlegung in die entsprechende Einrichtung durch einen qualifizierten Krankentransport.